Bericht von Urs Beck zu unserem
Vereinsausflug Bickel-Museum 15. August 2026 Fotogalerie
Das Aufgebot war klar: Wir treffen uns im reservierten Abteil im Zug IR35. Unser Präsi, Hansruedi Stämpfli, hat mehrere Fahrplan-Verbindungen aus verschiedenen Richtungen für die PhCB-Reisenden ausgesucht. Wie von einem Sternmarsch kommend, trafen drei Frauen und 12 Männer – plus Didi, der Hund von Peter – um 10.15 Uhr in Walenstadt ein. Es war Samstag, der 15. August 2026, und es war ein (vorerst) wunderschöner, heisser Sommertag. Wohl bemerkt: dies während der fünften Hitzeperiode in diesem Jahr!![2026 08 15 101639.a]()
Nach der nicht kurzen Bahnfahrt waren wir froh, uns etwas zu bewegen und erreichten nach ein paar Minuten das Bickel Museum. 75 Minuten führte uns Herr Albert Etter, seines Zeichens Präsident der Bickel-Stiftung, durch «sein» Museum. Hier ein kurzer Auszug, was man im Bickel-Museum zu sehen bekommt: Es zeigt eine eindrückliche Sammlung seiner Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen. Bickel war jahrzehntelang als prägender Gestalter für die Schweizer Post tätig. Seine weltbekannten Briefmarkenstiche sind ein zentraler Teil der Ausstellung. Ebenfalls findet man seine Originalentwürfe und Modelle zu seinem monumentalen Lebenswerk, dem Friedensdenkmal Pax Mal auf dem Walenstadt Berg.
Etter erzählte mit Begeisterung Eindrückliches über das Leben von Bickel: Dieser erlitt in jungen Jahren eine schwere Tuberkuloseerkrankung, die ihn zu einem jahrelangen Kuraufenthalt zwang. Diese existenzielle Krise führte zu einer tiefen spirituellen Wende und veränderte sein künstlerisches Schaffen radikal. Nach seiner erstaunlichen Genesung zog er sich in die Einsamkeit der Berge zurück, um Kraft zu schöpfen. Die wiedergewonnene Lebensenergie steckte er fortan in sein monumentales Friedensdenkmal, das er als Dank für seine Heilung schuf. Er blieb bis ins hohe Alter von 96 Jahren rüstig und arbeitete unermüdlich an seinem Lebenswerk.
Durst und Hunger meldeten sich unvermeidbar in der Magengegend, so dass wir uns schnurstracks bei über 30 Grad Richtung Verpflegung bewegten. Das Restaurant «Promenade Walenstadt» ist angeblich eine «gelungene Verbindung aus Tradition, rustikalem Flair und urbaner Streetfood-Kultur». Aber nix von Food. Wir wurden mit einem üppigen, mehrgängigen, mexikanisch anmutenden Mahl verwöhnt. Wohlverstanden: à discrétion und zu einem vernünftigen Preis. Das war auch gut so, denn die Getränke «verdunsteten» jeweils im Nu. Bevor wir uns zur Fährstation begaben, blieb noch viel Zeit, um über verschiedenste Themen wie von A wie ??????? bis Z wie Zugfahrplan zu diskutieren. Die Stimmung war sehr angenehm trotz grosser Hitze unter den sonnenschützenden Storen.
Um 15.40 Uhr traten wir die 70-minütige Schifffahrt auf dem Linth Kanal an. Oh, wie angenehm dieses aufkommende Lüftchen ist. Aber sehen wir da nicht auch noch ein paar dunklere Wolken? Ueli meint, es kommt sicher nicht regnen, aber der andere Ueli sagt das Gegenteil. Aber am Ende und nach der fröhlichen Schifffahrt kam es noch schlimmer. Die kurze Busfahrt nach Ziegelbrücke stand für uns auf dem Fahrplan. Da warten wir sehnlichst auf den Bus und es beginnt zu regnen. Bei Eintreffen des Busses müssen wir feststellen, dass der Bus heillos überfüllt ist. Keine Chance, einzusteigen. Auch nach 30 Minuten im nächsten Bus können nicht alle unserer Gruppe einsteigen. Der Regen wird derweil zu einem schüttenden, ungemütlichen Begleiter. In Ziegelbrücke schliesslich, warten ein paar unserer Reisegruppe auf uns, aber die Schnellsten waren schon auf der Heimreise in einem früheren Zug.
In nasser Kleidung warteten wir acht Verbliebenen nochmals 30 Minuten auf den nächsten Zug, der uns dann ohne umzusteigen bis Bern brachte. Etwas müde, aber zufrieden verabschiedeten wir uns mit positiven Eindrücken dieser doch sehr eindrücklichen Vereinsreise. Herzlichen Dank, Hansruedi, dieser Anlass war von guten Ideen geprägt und super organisiert!